Lesung von Klaus Kordon am 28. Januar


Fragen über Fragen
. „Wieviel verdient ein Schriftsteller? Wie war es im Gefängnis? Haben sie ihre Kinder bei der Flucht aus der DDR zurückgelassen? Warum hat die Flaschenpost ein offenes Ende? “ Die Kinder wurden nicht müde Klaus Kordon, der u.a. die Flaschenpost geschrieben hat, Löcher in den Bauch zu fragen.

IMG_1284Sehr ausführlich, ehrlich, anschaulich beantwortete er ausnahmslos alle Fragen.
Er erzählte, wie wichtig es ihm sei, über die Widrigkeiten des Lebens zu schreiben, ohne dabei den Glauben an das Gute zu verlieren.
Wie er schon als Kind gern las und es liebte, Aufsätze zu schreiben.
In seiner Kindheit „belauschte“ er die Geschichten der Gäste in der Kneipe seiner Mutter. Später wuchs er, durch den Tod seiner Eltern, als Heimkind im zerbombten Berlin der Nachkriegsgzeit auf. Seine Kindheit war ein großes Abenteuer und wenn er erzählt, klingt es immer spannend und tiefgründig.
Als Schriftsteller in der DDR hielt er es nicht aus  staatskonform zu schreiben.
Die Flucht über Bulgarien mit den beiden Kindern und seiner Frau misslingt.
Die Kinder kommen ins Heim, die Eltern ins Gefängnis.
Schließlich werden erst die Eltern und später die Kinder  sie von der Bundesrepublik Deutschland 1972 freigekauft und leben von nun an im Ruhrgebiet.
Mittlerweile lebt er wieder in Berlin, ist inzwischen Großvater und schreibt schon wieder am nächsten Roman.
Bis heute hat er viele Bücher geschrieben.

Nicht nur Kinder-und Jugendbücher, sondern auch historische Romane und Gedichte.

Unsere Kinder hatten viel Spaß.
In der 1. Lesung hörten und fragten die Adler, Eichhörnchen und Füchse.
Frau Meisner, die zum 2. Mal die Lesung organisierte und Klaus Kordon für uns gewonnen hat, zeigte Fotos von Originalschauplätzen aus der Falschenpost.
Die Kinder erinnerten sich an die Geschichte, die sie alle bereits im Unterricht gelesen hatten und gut kannten.
Man tauschte sich über die Örtlichkeiten aus und besann sich.IMG_1294

Klaus Kordon hatte sogar noch etwas Zeit aus seinem Buch, „Paula Kussmaul“ zu lesen.
Bei den Eulen, Fledermäusen und Waschbären lasen die Kinder aus ihren Aufsätzen vor, die sie im Unterricht geschrieben hatten. IMG_1283Es war spannend zu hören, wie sie sich das Ende der Flaschenpost vorstellten und wie gut sie schon den Schreibstil Kordons weiterführen konnten.IMG_1295 Die Kinder hatten so viele Fragen, dass die Zeit zum Vorlesen hier nicht reichte.
Am Ende kam der Buchhändler der Stiftungsbuchhandlung gar nicht mit dem Verkauf der Bücher hinterher.
Sie gingen weg wie warme Semmeln und waren, trotz großer Stückzahl, teilweise ausverkauft. Das hatte er so noch nicht erlebt.

IMG_1282 Klaus Kordon signierte fleißig alle Bücher, von denen einige auch von zu Hause mitgebracht wurden und freute sich wie Frau Meisner über den gelungenen Tag, die neugierigen und interessierten Kinder und die Blumen.

Der Schulverein ist glücklich, dass die Lesung bei allen so gut angekommen ist und die Kinder nicht nur einen der bekanntesten und spannendsten Autoren unserer Zeit kennen lernen durften sondern auch einem Menschen lauschen durften, der ein reflektierter Zeitzeuge unserer deutschen Geschichte ist.
Dabei fröhlich, kindgerecht und immer ehrlich in seinen Schilderungen.

Ihre Spenden und das tolle Engagement Antonia Meisners haben das ermöglicht.

Dafür möchten wir uns bedanken.

Antje Legien-Knapke , Antonia Meisner, Til Schwartz, Christina Enk, Christof Wachter

Text: Jenny Schwartz/ Fotos: Jenny & Til Schwartz

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